Was hilft bei PMS? Meine besten Tipps

Was hilft wirklich bei PMS? Tipps für einen entspannten Zyklus

PMS Tipps für einen entspannten Zyklus

 

Leidest du ganz besonders in den Tagen vor deiner Periode? 

 

Auch wenn nicht viel darüber gesprochen wird – damit bist du nicht allein. Mindestens 80 Prozent aller Frauen leiden an PMS. 20 Prozent der Frauen erleben so schwerwiegende Anzeichen, das sie deswegen zu Medikamenten greifen müssen. Die 30 bis 40-jährigen Frauen sind am stärksten betroffen. Dennoch kann jede Frau, die einen Zyklus hat, darunter leiden. Und weil es der Mehrheit der Frauen so geht, wird es leider häufig als normal und unvermeidlich betrachtet, dass es einem eben mies geht in den Tagen vor der Periode.

Normal sind PMS Beschwerden allerdings überhaupt nicht. Und wir sollten uns auf keinen Fall damit abfinden. Die gute Nachricht ist, dass man PMS gut in den Griff bekommen und kann, und zwar mit ganz natürlichen Maßnahmen. Ohne Schmerzmittel oder die Pille, wie es uns Ärzte häufig weis machen wollen. Ich hoffe, dass dir meine PMS Tipps in diesem Beitrag helfen werden.

 

Was ist PMS?

PMS ist die Abkürzung für Prämenstruelles Syndrom. Dabei handelt es sich um regelmäßig wiederkehrende körperliche, psychische und emotionale Beschwerden. PMS ist es aber nur dann, wenn die Beschwerden NACH dem Eisprung in der zweiten Zyklushälfte auftreten und dann während der Regelblutung wieder verschwinden. Bei den meisten Frauen setzt das PMS etwa 5 bis 7 Tage vor der Regelblutung ein. Es  kann aber jederzeit nach dem Eisprung auftreten.

 

Typische PMS Beschwerden

Die Bandbreite der Symptome bei PMS ist enorm. Es gibt mehr als 100 PMS Symptome, die sich in folgende Bereiche einordnen lassen:

 

Emotionale Symptome: 

Depression, Reizbarkeit, Angst, Aggression, Wutausbrüche, schnelles Weinen, Panik- oder Ohnmachtsanfälle, psychische Labilität

Kognitive Symptome: 

verminderte Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen, wirres oder nebelhaftes Denken

Verhaltensbezogene Symptome:

impulsive Handlungen, zwanghaftes Handeln, Unruhe, Lethargie, Müdigkeit, verminderte Motivation, Schlaflosigkeit

Körperliche Symptome: 

Herzklopfen, Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Schwindelgefühl, Schwitzen, Zittern, verschwommen Sehen, Hitzewallungen, Sehstörungen, Schlafstörungen

Flüssigkeits und Elektrolythaushalt: 

Blähbauch, Wassereinlagerungen, Ödeme, schmerzhafte oder gespannte Brüste, Schwellung von Händen und Füßen

Haut und Haar: 

Akne, fettiges Haar, Pickel und Ausschlag, Herpes und allergische Reaktion

Schmerzen: 

Migräne, Spannungskopfschmerz, Rücken- Muskel- und Gelenkschmerzen, Brustschmerzen und Nackensteifigkeit, Verschlimmerung bestehender Erkrankungen wie Arthritis oder Geschwüre

Gelüste:

Heißhunger, Bedürfnis nach Fett, Salz, Zucker oder Kohlenhydraten

 

PMS extrem: PMDS

Aber es kann noch schlimmer kommen. Es gibt nämlich eine ganz besonders extreme Form von PMS, bei der vor allem die psychischen Symptome sehr heftig ausgeprägt sind. Wir sprechen dann von PMDS: Das ist die Kurzform für prämenstruelle dysphorischen Störung. PMDS ist leider bei uns noch nicht sehr bekannt. Es gilt aber tatsächlich als schwere Erkrankung. 

Geschätzt leiden sieben Prozent der Frauen darunter. Sie sind so stark beeinträchtigt, dass sie völlig aus der Bahn geworfen werden und der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist. Das kann so weit gehen, dass die betroffenen Frauen tief depressiv werden, sich vollkommen zurückziehen und sogar das Interesse an sozialen Kontakten verlieren. Auch gewalttätiges aggressives Verhalten ist nicht ausgeschlossen. Es ist ein Zustand zwischen Depression und Aggression.

Und da ist es nicht verwunderlich, dass in diesen extremen Phasen auch die Beziehungen zum Partner, zu den Kindern oder zum Freundes-und Kollegenkreis leiden. Daraus entstehen bei den Frauen wiederum belastende Schuldgefühle und Scham, die das Ganze noch schwerer ertragbar machen. Mit Einsetzen der Regelblutung verschwinden diese Symptome wieder. Die Frauen fühlen sich wie Dr. Jekyll and Mister Hyde, wie zwei verschiedene Menschen vor und nach der Periode.

Die genauen Ursachen kennt man noch nicht. Man vermutet aber eine genetische Veranlagung, die mit einer Veränderung an den Östrogenrezeptoren zusammenhängt. Frauen mit PMDS reagieren besonders empfindlich auf die Wirkung von Östrogen und Progesteron. Auch Störungen im Serotoninstoffwechsel könnten vorliegen. PMDS geplagte Frauen sollten ihren Lebensstil so ausrichten, dass sie in einer möglichst optimalen Hormonbalance sind. Dabei helfen alle PMS Tipps, die ich in diesem Beitrag zur Linderung von PMS gebe.

Bei schweren Formen von PMDS helfen Lebensstiländerungen nur bedingt. Eine Therapie unter ärztlicher Aufsicht mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) unternehmen ist einen Versuch wert. Wichtig dabei ist im Unterschied zur normalen anti­depressiven Behandlung, dass die Medikamente nur in der zweiten Phase des Monatszyklus genommen werden soll.

 

Was verursacht PMS?

 

1. Östrogendominanz

Östrogen (genau genommen Östradiol) ist das dominierende Hormon der ersten Zyklushälfte und löst den Eisprung aus. Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel deutlich ab. Wenn das nicht geschieht, wirst du PMS Beschwerden erleben. Dann sprechen wir von einer Östrogendominanz. PMS Beschwerden, die mit einer Östrogendominanz in Zusammenhang stehen sind z.B.: Wassereinlagerungen und Ödeme, Blähungen oder Völlegefühl. Wenn du herausfinden möchtest, ob bei dir eine Östrogendominanz vorliegt, empfehle ich dir meinen kostenlosen Hormon Selbsttest:

 

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2. Abfallender Östrogenspiegel

Wie oben erklärt sinkt der Östrogenspiegel am Ende deines Zyklus. Und mit dem Östrogenabfall sinken auch die Stimmungsaufheller Serotonin und Domamin in den Keller. Je höher dein Östrogen im Zyklusverlauf war oder je weniger Progesteron du zum Ausgleich zur Verfügung hast, desto höher ist der Fall. Der Östrogenentzug kann Müdigkeit, nächtliches Schwitzen und Migräne verursachen.

 

3. Progesteronmangel

Progesteron puffert die Auswirkung schwankender Östrogenspiegel ab. Es wird nach dem Eisprung vom verbleibenden Gelbkörper gebildet und dominiert die zweite Zyklushälfte. Findet kein Eisprung statt, besteht eine Gelbkörperschwäche oder leidest du an Östrogendominanz, sorgt der Progesteronmangel für PMS Beschwerden. Progesteron wirkt beruhigend und angstlindernd. Wenn du also unter depressiven Verstimmungen, Ängsten, Schlafstörungen oder Unruhe leidest vor deiner Menstruation, bildest du mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genug deines Feel Good Hormons Progesteron oder es fällt zu früh ab.

 

4. Chronische Entzündungen

Chronische Entzündungen spielen eine Rolle bei allen Arten von Menstruationsbeschwerden. Ursachen für chronische Entzündungen sind Rauchen, Stress, Bewegungsmangel, Umweltgifte, Alkohol, entzündungsfördernde Lebensmittel oder ein ungesundes Darmmilieu. Eine chronischen Entzündung entsteht, wenn das Immunsystem dauerhaft in Alarmbereitschaft ist. Damit versetzen wir den Körper in einen permanenten Stresszustand, der für die Hormonregulation ein ganz großes Problem ist.

 

5. Hohes Körpergewicht

Mehr Körperfett führt zu höherem Östrogenspiegel, weil das Körperfett selbst auch Östrogen produziert. Ein Östrogenüberschuss führt zu PMS.

 

6. Nährstoffmangel

PMS Beschwerden werden begünstigt durch einen Mangel an B- Vitaminen, Vitamin C und E, Selen, Zink, Jod und Magnesium

 

7. Histaminintoleranz

Bei einer Histaminintoleranz oder Histaminunverträglichkeit kann der Körper Histamin nicht ausreichend abbauen. Auslöser für Histaminunverträglichkeit sind histaminreiche Nahrungsmittel, Allergien, Störungen des Darmmikrobioms oder Enzymmangel. Und jetzt wird es interessant! Viele Symptome einer Histaminunverträglichkeit sind auch auf der Liste der PMS Beschwerden zu finden. Dazu zählen: 

Kopfschmerzen und Migräne, Schwindel, Durchfall, Übelkeit, Blähungen und Bauchschmerzen, Müdigkeit, Ängste, Brustspannungen, Dysmenorrhö (Periodenkrämpfe), Schlafstörungen und Erschöpfung, niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufstörungen, Gefühle ähnlich einer Panikattacke (Atemschwieigkeiten, Schwitzen, Angst, Ohnmachtsgefühl) sowie Gesichtsrötungen, verstopfte Nase, Nesselsucht (Rötungen und starker Juckreiz), Atembeschwerden und Asthma

Studien zeigen, dass bei PMS-geplagten Frauen häufig erhöhte Histaminspiegel im Blut und im Stuhl gemessen werden. Deshalb kann eine histaminarme Ernährung für manche Frauen der Schlüssel für die Linderung ihres PMS sein.

 

8. Insulinresistenz

Dauerhaft erhöhte Insulinspiegel im Blut stören das hormonelle Gleichgewicht, führen zu chronischen Entzündungen und beeinträchtigen einen regelmäßigen Zyklus. Deshalb steht ein hoher Blutzucker- bzw. Imsulinspiegel –  und im weiteren Verlauf auch Insulinresistenz und Diabetes –  in Zusammenhang mit PMS und schmerzhaften Perioden.

 

9. Ungleichgewicht Körper-Geist-Seele

Für den Körper einer Frau ist der Zyklus mit all seinen unterschiedlichen Phasen wirklich anstrengend. Es ist ein Prozess, für den Körper viel Energie und Ressourcen braucht. 

Wenn wir diese Ressourcen nicht haben, weil…

  • wir erschöpft und gestresst sind
  • wir uns andauernd überfordern
  • wir uns für andere aufopfern und uns selbst vergessen
  • wir uns keine Pausen gönnen
  • wir verlernen, in uns rein zu spüren
  • wir die Verbindung zu unserem Körper verlieren

… dann geraten Körper, Geist und Seele aus dem Gleichgewicht. Dann gerät unser Hormonsystem aus dem Gleichgewicht, und damit auch der Zyklus.

 

Schluss mit PMS

Schluss mit PMS

 

Was hilft bei PMS? Tipps für einen entspannten Zyklus

 

PMS Tipp 1: Mache dein PMS zu deiner Verbündeten

Ich weiß, das klingt skuril. Aber du darfst nie vergessen, dass dein Körper nicht dein Feind ist. Im Gegenteil! Dein Körper ist immer für dich da. Er tut alles, was möglich ist, damit es dir gut geht. Und er versucht permanent, mit dir ins Gespräch zu gehen. Sieh deine PMS Symptome also als Hilferuf deines Körpers, dass ihm etwas fehlt.

Dein Zyklus ist der Spiegel deiner Gesundheit und deiner inneren Balance. Bist du in Balance, ist es auch dein Zyklus.

Es ist möglich, einen entspannten Zyklus ohne PMS zu haben. Dafür musst du aber deine Symptome ernst nehmen und verstehen, was dein PMS dir mitteilen will.

Vielleicht will es dir sagen: 

  • dass du mehr auf dich acht geben darfst und musst, 
  • dass du mehr in Einklang leben solltest mit deinen Bedürfnissen
  • dass du du dich selbst wert schätzen und lieben solltest
  • dass du die Signale deines Körpers wahrnimmst und nicht verdrängst oder mit Schmerzmitteln vertuscht 
  • dass du deinem Körper, deiner Seele gibst, was sie WIRKLICH brauchen.

Dein PMS hat also eine gute Absicht. Es ist ein Teil von dir, der dir sagen möchte: Gib auf dich acht!

 

PMS Tipp 2: Passe dein Leben deinem Zyklus an

Wir Frauen sind zyklische Wesen, die innerhalb eines Monats alle 4 Jahreszeiten durchleben. Die prämenstruelle Phase, wo PMS auftaucht, ist ein innerer Herbst. Die Menstruation der Winter. Das bedeutet, dass wir uns in den Tagen vor und während der Regelblutung instinktiv zurück ziehen, uns nach Ruhe und Wärme sehnen, unsere Ressourcen schonen und neue Kraft tanken. Und dann, wenn die Periode vorbei ist, erleben wir den inneren Frühling.

Um den Eisprung herum unseren Sommer. In dieser Zeit unseres Zyklus sind wir besonders kommunikativ, leistungsfähig und kreativ. Wenn wir dem natürlichen Bedürfnis nach Rückzug in der Zeit vor unserer Periode nicht nachkommen, dann meldet sich dein Körper zu Wort. Er zwingt dich quasi durch die Schmerzen, zur Ruhe zu kommen, wenn du selbst es nicht tust. Viele Frauen leben in einer permanenten Überforderung. Das schlimme ist, dass wir uns so daran gewöhnt haben, dass uns das oftmals nicht mal bewusst ist.

Aber was passiert, wenn wir uns permanent verausgaben? Wir haben immer weniger Energie, schlafen schlecht, nehmen uns keine Zeit für gesundes Essen, trinken zu viel Kaffee und Alkohol, essen zu viel Süßes bis irgendwann dann die Hormone schlapp machen.

Damit muss Schluss sein! Es wird Zeit, dass wir uns besser um uns selbst kümmern und uns gutes tun. Das bringt uns direkt zu meinem 3. Tipp.

 

PMS Tipp 3: Gönne dir Ruhe, Schlaf und Entspannung

Wir brauchen mindestens 7, besser 8 Stunden Schlaf. Am besten vor 23.00. Neben einem gesunden Schlafrhythmus ist es aber auch wichtig, gezielt Stress abzubauen, z.B. mit Spaziergängen, Bewegung an der frischen Luft, Yoga, Atemübungen oder einem schönen kreativen Hobby wie Malen oder Nähen.

Versuche vor allem, nicht immer alles selbst zu machen. Gib Verantwortung ab. Beziehe deinen Partner, Freunde, Familienmitglieder mehr mit ein. Bitte um Hilfe.

Viele meiner Klientinnen schultern die komplette Kindererziehung und den Haushalt ganz allein, um dem Partner den Rücken frei zu halten. Ich finde diese Rollenverteilung wirklich veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Zumal die meisten Frauen ja auch noch berufstätig sind. Also rede mit deinem Partner, hol dir Unterstützung. Du brauchst einfach Zeit zum Ausruhen und durchatmen. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Sondern mit gesunder Selbstfürsorge.

 

PMS TIPP 4: Führe ein PMS Tagebuch

Um dein PMS in den Griff zu bekommen ist es ganz wichtig, dass du deinen Zyklus ganz genau kennst und vor allem, regelmäßig dokumentierst. Du solltest aufschreiben, wann deine Periode kommt und an welchen Tagen welche PMS Symptome mit welcher Intensität auftreten.

Deshalb solltest du unbedingt ein PMS Tagebuch führen. Es macht sehr viel Sinn, die Beschwerden und Symptome drei Monate oder länger zu notieren. Denn häufig wird so ein Muster deutlich und es lässt sich dann auch vorher sagen in welcher Phase des Zyklus das Symptom auftritt. Möglicherweise erkennst du dadurch auch andere Gründe, die dein PMS verstärken. Die Intensität deiner PMS Beschwerden wird nämlich durch Stress, deine emotionale Verfassung oder deine Ernährung beeinflusst.

Um dir das einfach zu machen, habe ich für dich eine Vorlage für dich kostenlos ein PMS Tagebuch erstellt, die du dir jetzt downloaden kannst:

 

Du willst deine PMS Beschwerden endlich loswerden? 

Der erste Schritt ist, genau zu dokumentieren, wann  welche Beschwerden in jedem Zyklus auftreten. Das PMS Tagebuch hilft dir dabei, mehr Klarheit zu gewinnen.

 

PMS TIPP 5: Vermeide entzündungsfördernde Lebensmittel

Stille Entzündungen sind einer der Hauptauslöser für Zyklusbeschwerden und PMS. Stille Entzündungen bleiben in der Regel lange Zeit unbemerkt, weil wir sie nicht spüren. Aber sie stellen für den Körper eine große Belastung dar, sie triggern permanent das Immunsystem und stören die reibungslose Kommunikation unserer Hormone, was zu Hormonstörungen und PMS führen kann.

Verstärkt werden Entzündungen vor allem durch deine Ernährung. Du wirst ein deutliche Verbesserung deiner PMS Beschwerden haben, wenn du entzündungsfördernde Lebensmittel weglässt wie:

 

PMS Tipp 6: Bevorzuge eine basische Ernährung

Wenn du dich überwiegend basisch ernährst, haben chronische Entzündungen keine Chance. Denn eine Übersäuerung des Körpers führt auf lange Sicht zu Entzündungsprozessen. Überwiegend basisch heißt, dass der Hauptteil deiner Ernährung pflanzlich sein sollte. Sprich Gemüse, Salate, Kräuter, Obst, glutenfreies Pseudogetreide wie Quinoa, Buchweizen, Hirse oder Vollkornreis.

Und du verzichtest auf Fertigprodukte, hoch verarbeitete Lebensmittel, tierische Produkte vor allem aus Kuhmilch und Schweinefleisch sowie Zucker, Alkohol und Weizen. Es gibt einige Lebensmittel, die als ganz besonders entzündungshemmend gelten, z.B. Granatapfel, Wildkräuter wie Löwenzahn, Brokkoli, Fenchel, Rote Bete, Karotten, Spinat und Grünkohl, Paranüsse, Walnüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne.

 

PMS Tipp 7: Baue Anti-Entzündungs-Booster ein

 

Omega-3-Fettsäuren

Entzündungshemmend wirken kaltgepresste Pflanzenöle mit reichlich Omega-3-Fettsäuren, wie zum Beispiel Lein-, Hanf-, Walnuss- oder Rapsöl. Gute Fette sind auch in Olivenöl, Kokosöl oder Avocado, aber auch Butter oder Ghee. Besonders hochwertige Omega 3 Fettsäuren sind vor allem in Seefisch wie Makrele, Wildachs oder Hering (2x/Woche), Bio-Eiern oder Leinsamen.

Ingwer

Viele Gewürze haben sich seit Jahrhunderten als effektive Heilpflanzen bewährt. Zur Linderung von Schmerzen aller Art empfehle ich dir vor allem Ingwer. Ingwer wirkt wie Aspirin, da er den gleichen Wirkstoff hat wie Aspirin, nämlich die Acetylsalicylsäure. Dadurch kann Ingwer, genau wie Apsirin Schmerzen und Entzündungen lindern. Aber ohne die Nebenwirkungen, die Schmerztabletten haben.

Zur Vorbeugung von Perioden Schmerzen solltest du Ingwer regelmäßig über einen längeren Zeitraum einnehmen. Ich mache mir vor allem in den Wintermonaten fast täglich einen Tee mit frisch geriebenem Ingwer. Super frisch und würzig finde ich auch frischen Ingwer im grünen Smoothie oder in Linsengerichten. Du kannst Ingwer auch als Extrakt z.B. in Kapselform zu dir nehmen.

Kurkuma

Kurkuma darf ebenfalls in keiner Küche fehlen. Das enthaltene Curcumin wirkt sich positiv auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel aus. Und Kurkuma wirkt ganz stark entzündungshemmend und entgiftend. Deshalb solltest du ab jetzt regelmäßig Kurkuma in deinen Speiseplan einbauen. Bei starken hormonellen Beschwerden empfehle ich, hochwertigen Kurkuma Extrakt in Kapselform zu supplementieren.

 

PMS TIPP 8: Iss ausreichend Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate

Du brauchst sowohl ausreichend Eiweiß z.B. aus Fleisch, Fisch, Eiern, Linsen, grünem Blattgemüse, Nüssen und Saaten; als auch Fette. Spare nicht an guten Fetten! Ohne ausreichend hochwertige Fette wirst du nicht genug deiner Steroidhormone Östrogen und Progesteron bilden können. Für einen gesunden beschwerdefreien Zyklus BRAUCHST du Kohlenhydrate. Aber nicht aus Brot und Pasta, sondern aus stärkehaltigem Gemüse wie Rote Bete, Karotten oder Sellerie oder Pseudogetreide wie Quinoa, Buchweizen oder Vollkornes und gesundes Obst.

 

PMS TIPP 9: Nutze Nahrungsergänzungsmittel

Es gibt einige Mikronährstoffe, die in der Menge, wie wir sie benötigen, schwer aus der Nahrung zu beziehen sind. Deshalb kann es sinnvoll sein, sie zusätzlich zu einer gesunden Ernährung einzunehmen.

Magnesium

Magnesium ist das Ergänzungsmittel Nr. 1 gegen PMS und gesunde Perioden. Magnesium besänftigt das Nervensystem, lässt dich besser schlafen, stabilisiert deinen Blutzuckerspiegel, wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Eierstöcke bei der Bildung von Östrogen und Progesteron. Es ist auch ein tolles Mittel gegen Angstzustände. Es entspannt die Muskeln und wirkt insgesamt entspannend auf den Körper und die Gebärmutter.

Magnesium wirkt auch positiv auf deine Schilddrüsenhormone, die ja auch in engem Zusammenhang mit der Hormonproduktion der Eierstöcke. Vor allem hilft es bei Krämpfen und Schmerzen, weil es die Muskulatur entspannt. Achte auf ein hochwertiges Präparat wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat. Letzteres hilft auch bei Schlafstörungen.

Zink

Du brauchst Zink für eine beschwerdefreie Periode. Zink wirkt entzündungshemmend und stressregulierend. Es nährt deine Eizellen und fördert einen gesunden Eisprung und die Progesteronbildung. Zu wenig Progesteron führt zu PMS. Ich empfehle dir täglich 30 mg Zinkcitrat nach einer Mahlzeit.

B-Vitamine

Vor allem Vitamin B6 wirkt effektiv gegen PMS. Es ist vor allem wichtig für die Progesteronproduktion und hilft bei der Produktion unserer beruhigenden Neurotransmitter GABA und Serotonin. Es wirkt antientzündlich und hilft bei der Entgiftung von Östrogen und Histamin, die PMS auslösen können. B6 befindet sich vor allem in Fisch, Huhn und Nüssen. Am besten supplementierst du einen Vitamin B Komplex, der noch andere wichtige B Vitamine wie B12 oder Folat enthält.

Vitamin D

Vitamin D ist kein Vitamin, sondern ein Steroidhormon. Es ist unerlässlich für das Immunsystem und das Hormonsystem. Bitte lass deinen Vitamin D Spiegel von einem Arzt bestimmen und supplementiere unbedingt von Oktober bis April. Denn Vitamin D kann nur durch direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut in der Mittagszeit gebildet werden. Vitamin D3 sollte immer mit Vitamin K1 kombiniert werden. Ich finde Vitamin D3/K2 in Tropfenform optimal.

 

PMS TIPP 10: Vertraue der Kraft heilender Kräuter 

Die Heilkräuter, die ich dir jetzt vorstelle, können dir eine extrem gute Unterstützung zur Vorbeugung und Linderung deiner PMS Beschwerden geben. Deshalb solltest du sie unbedingt ausprobieren.

Vitex agnus-castus (Mönchspfeffer)

Viele meiner Klientinnen haben sehr gute Erfahrungen mit Mönchspfeffer gemacht bei PMS, Zyklusbeschwerden und Progesteronmangel. Zur Wirksamkeit von Mönchspfeffer gibt es auch zahlreiche Studien. Es konnte nachgewiesen werden, das Mönchspfeffer physische als auch psychisch emotionale PMS-Symptome reduzieren kann, vor allem Spannungen in der Brust, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. 

Ich empfehle dir, Mönchspfeffer mindestens drei Monate durchgängig einzunehmen. Es braucht oftmals 2-3 Monate, bis er seine Wirkung zeigt. Nach drei Monaten würde ich ihn ausschließlich nach dem Eisprung in der 2. Zyklushälfte in Form von Tabletten oder Kapseln einsetzen.

Hinweis: Achte aber immer drauf, wie es dir mit der Einnahme geht. Nicht jede Frau fühlt sich wohl mit Mönchspfeffer. Nicht zu empfehlen ist Mönchspfeffer Frauen mit PCO Syndrom. 

Johanniskraut

Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und antidepressiv, weil es die Serotoninproduktion unterstützt. Es hilft besonders gut, wenn zu deinen PMS Symptomen Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen, Unruhezuständen oder Schlafstörungen zählen. Falls du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du dich mit deinem Arzt oder Heilpraktiker abstimmen, da Johanneskraut die Wirkung einiger Medikamente verringert.

Frauenmantel

Frauenmantel ist ein altbewährtes Kraut bei vielen Frauenleiden. Er enthält Progesteron ähnliche Phytohormone, ist jedoch weitaus verträglicher und sanfter als medizinische Progesteron-Mittel. In der zweiten Zyklushälfte eingenommen, reguliert er die Ausschüttung der Gelbkörperhormone und gleicht Stimmungsschwankungen aus.

Schafgarbe

Die Schafgarbe gehört ebenfalls zu den bekannten und bewährten Frauenkräutern, denn sie wirkt krampflösend und entblähend. Gleichzeitig sind in ihr viele Progesteron-ähnliche Hormone enthalten, die als Östrogen-Gegenspieler wirken.

 

Johanniskraut, Frauenmantel und Schafgarbe gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen zum Beispiel als Extrakt oder in Kapselform. Lass dich von einem Heilpraktiker oder Apotheker beraten. Besonders angenehm finde ich die Kräuter in Form von Tee, z.B. diese PMS-Teemischung. Trinke zwei Wochen vor der Periode täglich ein bis zwei Tassen davon. Bei akuten Beschwerden bis zu drei Tassen. Pausiere, wenn die Periode eintritt und deine Symptome nachlassen.

 

PMS TIPP 11: Nimm ein Entspannungsbad

Wenn du eine Badewanne hast, dann nutze sie! Wärme ist krampflindernd und entspannend. Meersalz oder echte ätherische Öle wie Lavendel als Badezusatz sind super entspannend und tun auch der Haut gut. Regelmäßiger Basenbäder helfen dir, den Körper zu entsäuern. Am besten beginnst du mit den Basenbädern schon vor dem Eintreten der Symptome. Mit schöner Musik und Kerzenlicht kann ein Baderitual eine wunderbare Art der Selbstfürsorge sein. Sicher fallen dir noch andere Möglichkeiten der Entspannung ein. Wichtig ist, dass du dir Zeit für dich nimmst und dir, deinem Körper und deiner Seele Gutes tust.

 

PMS TIPP 12: Bewege dich

Bewegung ist die beste Medizin. Eigentlich wissen wir das alle. Aber an der regelmäßigen Umsetzung hapert es dann doch in den meisten Fällen. Mir ist klar, dass dir nicht gerade nach Sport ist, wenn du gerade mitten in deiner PMS Phase steckst. Ich spreche ja auch gar nicht von intensivem Sport. Den legst du am besten in deine erste Zyklushälfte. In den Tagen vor deiner Menstruation gehe zu sanften Bewegungsformen über wie Pilates oder Yoga, mache Spaziergänge oder mache regelmäßig Atemübungen, kleine Meditationen und Entspannungsübungen. 

Besonders wenn du Beschwerden hast – versuche tief in den Bauch zu atmen, in den Schmerz oder in die Emotion hinein zu atmen, sie anzunehmen und sie zu akzeptieren. Je mehr du gegen deine Beschwerden ankämpfst, desto verkrampfter wirst du, desto oberflächlicher atmest du, und desto mehr Stress entsteht.

 

Fazit

Das Prämenstruelle Syndrom ist sehr individuell. Es gibt kein Patentrezept, nicht DIE eine Lösung. Jede Frau sollte für sich selbst und ggf. mit ärztlicher Hilfe heraus finden, welche Ursache ihrem PMS zugrunde liegt und was ihr helfen kann. 

Wichtig ist zu verstehen, dass du aktiv etwas an deinem Lebensstil und deiner Einstellung arbeiten solltest, damit PMS zukünftig kein Thema mehr für dich ist. Das geht mit Sicherheit nicht von heute auf morgen. Aber wenn du meine Tipps beherzigst, dann wird es dir in einigen Wochen sehr viel besser gehen.

Wenn du trotz meiner Tipps immer noch das Gefühl hast, mehr Unterstützung zu brauchen, dann lade ich dich ganz herzlich ein zu meinem ganz besonderem Hormon Reset Online Programm, das Ende Januar 2020 startet. Innerhalb von sieben Wochen lernst du gemeinsam mit mir und einer Gruppe toller Frauen, wie du deine Hormone auf Neustart programmierst; wie du dich endlich raus kommst aus deinem Hormonchaos!

Du hast es verdient, dich wieder vollkommen wohl zu fühlen in deinem Körper!

Du kannst dich jetzt bereits auf die Warteliste eintragen, damit du garantiert nicht verpasst, wenn es die ersten Informationen geben wird zu den Inhalten, zum Ablauf und wann es genau startet.

 

Ich hoffe mein Beitrag: „PMS? Tipps für einen entspannten Zyklus“ war dir eine Hilfe! Für weitere Fragen oder persönliche Erfahrungen nutze gern die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag! Ich freue mich, von dir hören!

Mehr Informationen über Hormone, Abnehmen und Frauengesundheit bekommst du jede Woche in meinem Hormon Reset Podcast, den du auch ganz einfach bei Apple Podcasts, Spotify oder YouTube abonnieren kannst.

Auf glückliche Hormone, deine Rabea

4 Kommentare
  • Gerit Sonntag, Bonn
    Veröffentlicht um 16:45h, 25 September Antworten

    Liebe Rabea, ganz herzlichen Dank für Deinen informative Blog!!

    Ich bin entsetzt, wie wenig wir Frauen über uns selbst wissen bzw. wie wenig Wissen über den weiblichen Zyklus verbreitet ist. Danke dass Du hier Abhilfe schaffst.

    Beim lesen dieses Blogs kam mir eine Frage auf: ist die Kupferspirale (als Verhütungsmittel) eine ständige „stille Entzündung“?

    • Rabea
      Veröffentlicht um 18:26h, 26 September Antworten

      Vielen Dank, ich freue mich, wenn ich helfen kann! Ja in der Tat ist die Spirale ein Fremdkörper, der Entzündungen auslösen kann – aber nicht muss

  • Gerit Sonntag, Bonn
    Veröffentlicht um 16:46h, 25 September Antworten

    Ach, und noch eine Frage: wie kann ich in der Menopause (mit unregelmäßiger Blutung) ein PMS-Tagebuch führen?

    • Rabea
      Veröffentlicht um 18:27h, 26 September Antworten

      Du nimmst einfach meine Vorlage fürs PMS Tagebuch und trägst an den Tagen Symptome ein, wenn sie auftauchen.

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