Happy Gut Porridge mit warmen Himbeeren für eine wohltuende Verdauung

„Happy Gut“ Porridge mit warmen Himbeeren

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„Happy Gut“ Porridge mit warmen Himbeeren

… getreidefrei, laktosefrei, low carb, paleo, vegan, verdauungsregulierend, gesund eben 🙂

„Happy Gut Porridge“ – das war die erste Assoziation, als ich mir diesen wärmenden, sättigenden Frühstücksbrei vor ein paar Wochen machte. Die Übersetzung ins Deutsche klingt wirklich holprig – daher nur so viel – Happy Gut heißt: Glücklicher Darm :-).

Im Winter starte ich den Tag sehr gern mit einem warmen Getreidebrei aus Buchweizen, Hirse oder Quinoa. Ein bisschen Obst und Nüsse dazu – ein Gedicht.

Allerdings macht vor allem glutenhaltiges Getreide wie Weizen, Roggen, Dinkel oder Hafer den Darm nicht wirklich happy. Übermäßiger Getreidekonsum kann die Darmbarriere zerstören. Krankheitserreger kommen so in die Blutbahn und belasten Immunsystem und Stoffwechsel. Das hat Nährstoffmangel (vor allem Eisen, Magnesium, Kalzium), schlechte Verdauung, Blähungen, Allergien und chronische Entzündungen zur Folge. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ich wollte also ein Porridge ganz ohne Getreide, das den Darm nicht belastet, sondern entlastet und zu einer wohltuenden Verdauung beiträgt.

Außerdem habe ich die Zutaten immer im Haus und es ist fix und einfach zubereitet. Von der Konsistenz erinnert es mich ein bisschen an Grießbrei.

Happy Gut Porridge mit warmen Himbeeren

Zurück zum Darm…

Was braucht der Darm, damit er optimal arbeitet? Vor allem lösliche Ballaststoffe!

Ballaststoffe erreichen tiefe Darmabschnitte und sind wertvolles Futter für unsere guten Darmbakterien. Letztere sorgen sie für ein optimales Darmmilieu, wohltuende Verdauung und ein stabiles Immunsystem. Ballaststoffe sind vor allem in Gemüse, Salaten, Pilzen und Hülsenfrüchten zu finden.

In meinem Happy Gut Porridge liefern Flohsamenschalen, Leinsamen und Kokosmehl einen beträchtlichen Anteil an verdauungsfördernden Ballaststoffen. Mir ist klar, dass diese Zutaten in vielen Haushalten noch nicht Einzug gehalten haben. Wenn Sie jedoch den Wunsch oder die Notwendigkeit verspüren, Getreide in Ihrer Ernährung zu reduzieren, gehören Flohsamenschalen, Kokosmehl und Leinsamen definitiv dazu. Sie sind auch Bestandteil vieler meiner Rezepte auf dem Blog und sind echte Superstars unter den Lebensmitteln. Alle Zutaten für das Happy Gut Porridge gibt es übrigens auch bei DM (bis auf die Himbeeren).

Darf ich Ihnen Ihre neuen Lieblingszutaten vorstellen?

Kokosmehl

Kokosmehl wird aus dem Fleisch der Kokosnuss hergestellt, das getrocknet, entölt und zu feinem Pulver vermahlen wird. Es ist kohlenhydratarm, glutenfrei, reich an Proteinen und Ballaststoffen. Da es glutenfrei ist, eignet es sich nur bedingt als Alternative zu herkömmlichem Mehl.

Flohsamenschalen

Flohsamenschalen quellen extrem stark auf, wenn sie mit Flüssigkeit in Berührung kommen. Sie sind in meinen Augen perfekt zum Andicken für Soßen, Suppen und zum Binden glutenfreier Mehle. Die Quelleigenschaft sorgt im Magen trotz kleinen Mengen für ein schnelles Sättigungsgefühl und regulieren die Verdauung bei Verstopfung oder Durchfall – perfekt zur Unterstützung einer Entgiftungskur oder zur Gewichtsreduktion. Flohsamenschalen wirken positiv auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel. 5 bis 20 g Flohsamenschalen am Tag sind meist genug und sie sollten mit viel Flüssigkeit konsumiert werden.

Leinsamen

Sie sättigen und regulieren unsere Verdauung, ähnlich wie die Flohsamen. Leinsamen enthalten darüber hinaus Linolensäure, die der Gesundheit äußerst zuträglich ist. Geschrotete Samen wirken stärker, müssen aber luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da die Fettsäuren leicht oxidieren können und unseren Zellen zusetzen.

Achtung! Bitte in Verbindung mit Leinsamen und Flohsamen immer viel Flüssigkeit trinken, denn sonst können Sie den Darm nicht mehr passieren und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss provozieren.

Das Happy Gut Porridge unterstützt Sie im Übrigen wunderbar, wenn Sie auf Ihr Gewicht achten oder Abnehmen möchten. Es hat wenig Kalorien und Kohlenhydrate und bereits eine kleine Portion macht richtig satt 🙂

Zutaten

  • 250 ml Kokosmilch (oder halb Wasser/halb Milch wenn Sie Fett einsparen möchten)
  • 1 EL Kokosmehl
  • 1 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 gehäufter Teelöffel Flohsamenschalen
  • 100g Himbeeren (ich nehme im Winter Bio-TK)
  • 1-2 El Ahornsirup oder flüssigen Honig
  • 1 Msp. Bourbon-Vanillepulver (nicht mit Vanillezucker verwechseln!)
  • Topping: Sonnenblumenkerne und Kakaonibs (optional)

Anleitung

  1. Kokosmilch in einem Topf aufkochen und die Herdplatte auf kleinste Stufe schalten.
  2. Mit einem Schneebesen Kokosmehl, Leinsamen und Flohsamenschalen, Vanillepulver und 1 Esslöffel Ahornsirup einrühren und bis zur gewünschten Konsistenz quellen lassen (max. 5 Minuten), dabei immer mal umrühren.
  3. In der Zwischenzeit in einem kleinen Topf die Himbeeren mit 1 EL Wasser und 1 EL Ahornsirup (kann man auch weglassen) bei kleiner Hitze auftauen bzw. erwärmen – das geht ganz schnell.
  4.  Porridge in einer Schüssel mit Himbeeren, Sonnenblumenkernen und Kakaonibs anrichten und genießen. Anschließend ausreichend Tee oder Wasser trinken!

Lassen Sie mich wissen, ob dieses etwas andere Porridge Ihnen schmeckt :-). Guten Appetit!

Happy Gut Porridge mit warmen Himbeeren
16 Kommentare
  • Jana
    Veröffentlicht um 21:35h, 26 Januar Antworten

    Das klingt superlecker! Brauche noch Kokosmehl und dann baue ich das nach 🙂

  • Rabea
    Veröffentlicht um 21:53h, 26 Januar Antworten

    Liebe Jana, bin gespannt wie es Dir schmeckt! Wenn Du kein Kokosmehl hast, kannst Du es auch wunderbar mit gemahlenen Mandeln oder gemahlenen Sonnenblumenkernen ersetzen. Das Kokosmehl hat leicht bindende Eigenschaften. Wenn Du Mandelmehl nimmst, würde ich evt. etwas mehr Leinsamen nehmen. Lass es Dir schmecken und vielen Dank für Dein Feedback 🙂

  • Frauke
    Veröffentlicht um 10:26h, 28 Januar Antworten

    So, heute mal probiert mit Mandelmilch. Habs in meinem neuen Spielzeug, dem Thermomix gemacht, hat gut geklappt und war super lecker.

    • Rabea
      Veröffentlicht um 00:26h, 29 Januar Antworten

      Das ist großartig Frauke, Dankeschön :-). Ich wette mit Kokosmilch schmeckt es Dir noch ein bisschen besser;-).

  • Carina
    Veröffentlicht um 11:42h, 05 März Antworten

    Liebe Rabea,
    auch wenn ich normalerweise kein Porridge-Fan bin, muss ich sagen, dass du mit diesem Rezept eine leckere Frühstücksvariante für mich geboten hast 🙂

    • Rabea
      Veröffentlicht um 16:32h, 05 März Antworten

      Na dann freut es mich umso mehr Carina! Schau gern immer mal vorbei oder trage Dich in den Newsletter ein. Es kommen sicher noch mehr leckere Frühstücksideen 🙂

  • Miriam
    Veröffentlicht um 16:52h, 11 März Antworten

    Liebe Rabea,

    das Rezept ist super! Habe den Brei mit Wasser zubereitet und nur mit Obst gesüßt! Es hat super lecker geschmeckt!!
    Vielen lieben Dank! Das wird es nun öfter zum Frühstück geben!

    • Rabea
      Veröffentlicht um 17:16h, 11 März Antworten

      Ich danke Dir herzlich liebe Miriam! Ich muss sagen, dass ich mich bei diesem Rezept besonders freue, wenn es gut ankommt. Denn die etwas „glibberige“ Konsistenz durch die Flohsamenschalen ist für den ein oder anderen sicher gewöhnungsbedürftig. Dennoch liebe ich es auch und gerade jetzt im Winter tut das warme Frühstück richtig gut:-). Liebe Grüße Rabea

  • Jorge
    Veröffentlicht um 09:22h, 17 Oktober Antworten

    Hafer hat kein Gluten.

    • Rabea
      Veröffentlicht um 11:51h, 17 Oktober Antworten

      Hallo Jorge, danke für Deinen Kommentar. Hafer hat wenig Gluten, ist jedoch nicht ganz glutenfrei. Es geht letztlich um den Glutenbestandteil Prolamin (beim Hafer als Avenin bezeichnet), der bei einigen Menschen Unverträglichkeiten oder Beschwerden hervorrufen kann. 100g Hafer hat nur 1,6g Prolamin, während 100g Weizen 6g Prolamin enthält. Aufgrund der geringen Prolaminmenge (sprich „Gluten“menge) wird Hafer meist besser vertragen. Bei Darmproblemen oder Darmsanierungen würde ich ihn dennoch zeitweise streichen bis der Darm sich erholt hat. Wichtig ist ja immer, individuell zu schauen, wie jeder Einzelne auf Lebensmittel reagiert.

  • Gabriele
    Veröffentlicht um 05:05h, 18 März Antworten

    Hallo Rabea,
    gibt es auch eine Zutatenliste für das Rezept – also wieviel von was? 🙂

    • Rabea
      Veröffentlicht um 10:33h, 18 März Antworten

      Hallo Gabriele, die stehen auf der Seite oben rechts, hast du wohl übersehen … . Oder falls du die mobile Seite aufrufst, einfach runterscrollen. Liebe Grüße

  • Melek
    Veröffentlicht um 12:28h, 23 März Antworten

    Vielen Dank für dieses köstliche Rezept!!! Ich habe noch zusätzlich Backkakao hinzugefügt. Nachdem ich nun weiss, dass ich an einer Nebennierenerschöpfung leide, ist das das perfekte Frühstück für mich!

    • Rabea
      Veröffentlicht um 14:18h, 06 April Antworten

      Das ist so schön zu hören!

  • Franziska Sperber
    Veröffentlicht um 08:22h, 28 Juni Antworten

    Hallo Rabea,

    ich war zwar skeptisch aber der Brei ist so lecker. Habe ihm mit gemahlenen Mandeln und Mandelmilch gemacht. Mein neues Lieblingsfrühstück, neben deinem Knuspermüsli.

    Liebe Grüße

    • Rabea
      Veröffentlicht um 21:54h, 29 Juli Antworten

      Das freut mich riesig!

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