Östrogen ist vor allem für seine wichtige Rolle im Menstruationszyklus bekannt. Aber es hat hunderte weitere Aufgaben, die für unser Wohlbefinden wichtig sind. So reguliert es die Gehirnfunktion und trägt zur Gesundheit von Herz und Blutgefäßen, Harnwegen, Magen-Darm-Trakt, Immunsystem, Knochen, Brüsten, Haut, Haar, Schleimhäuten und Beckenbodenmuskulatur bei. Somit kann ein Östrogenmangel viele unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann.

Die gute Nachricht ist, dass es sehr wohl möglich ist, niedrige Östrogenspiegel auf natürlichem Weg – ohne Pille, Hormonersatztherapie oder gar Antidepressiva – auszugleichen bzw. die Symptome eines Östrogenmangels zu lindern oder zu eliminieren.

Östrogen steht vor allem wegen seiner bedeutenden Rolle im Menstruationszyklus im Rampenlicht. Es hat allerdings zahlreiche weitere Funktionen, die für unser Wohlbefinden von großer Bedeutung sind. Es reguliert unsere Gehirnfunktion und gewährleistet die Gesundheit unseres Herzens, unserer Blutgefäße, Harnwege, Magen-Darm-Trakt, Immunsystems, Knochen, Brüste, Haut, Haare, Schleimhäute und Beckenbodenmuskulatur.

Ein Mangel an Östrogen kann daher zu verschiedensten Beschwerden führen, die unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Die erfreuliche Nachricht ist jedoch, dass es durchaus möglich ist, niedrige Östrogenspiegel auf natürliche Weise auszugleichen oder die Symptome eines Östrogenmangels zu lindern oder sogar zu beseitigen, ohne dabei auf Pillen, Hormonersatztherapien oder gar Antidepressiva zurückgreifen zu müssen.

Was ist der Östrogenspiegel?

Der Östrogenspiegel bezieht sich auf den Hormonspiegel des Östrogens im Blut oder im Speichel. Östrogen ist ein wichtiges weibliches Hormon, das sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorkommt. Bei menstruierenden Frauen wird es in Form von Estradiol in hohen Mengen in den Eierstöcken hergestellt.

Der Östrogenspiegel wird durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst, darunter das Alter, die Genetik und die allgemeine Gesundheit einer Person. Im Allgemeinen steigt der Östrogenspiegel während der Pubertät an und erreicht sein Maximum während der reproduktiven Jahre einer Frau.

Östrogen spielt eine entscheidende Rolle in verschiedenen biologischen Prozessen wie der Regulation des Menstruationszyklus, dem Knochenstoffwechsel und der Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale.

Ein gestörter Östrogenspiegel kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, darunter Fruchtbarkeitsprobleme, Osteoporose und Hormonstörungen. Um den Östrogenspiegel zu testen und mögliche Unregelmäßigkeiten zu erkennen, kann eine Blutuntersuchung oder auch ein Speicheltest durchgeführt werden.

Welche Auswirkungen haben niedrige Östrogenspiegel?

Die Östrogenspiegel sinken im Zuge der Wechseljahre ganz natürlich ab, was sich vor allem durch Veränderungen des Menstruationszyklus zeigt. Wenn die Eierstöcke schließlich kein Östrogen mehr produzieren, findet keine Periodenblutung mehr statt und die Menopause setzt ein.

Leider kann ein Östrogenmangel aber auch bei jüngeren Frauen im fruchtbaren Alter entstehen und nicht nur Zyklusstörungen oder unerfüllten Kinderwunsch, sondern auch eine Vielzahl weiterer Symptome verursachen.

Anzeichen eines Östrogenmangels

Tritt ein Östrogenmangel ein, kann das eine Vielzahl von Beschwerden hervorrufen, die du als betroffene Frau erleben könntest. Dazu gehören Hitzewallungen, Schlafstörungen, Haarausfall und hormonelle Schwankungen. Es ist wichtig, dass du diese Symptome erkennst und weißt, wie du sie lindern kannst, um einen hohen Leidensdruck zu vermeiden. Einige Symptome, die ein Östrogenmangel mit sich bringen kann:

  • Scheidentrockenheit, Vaginale Trockenheit oder Atrophie,
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
  • Zunahme von Bauchfett,
  • Geringe Libido,
  • Trockene (faltige) Haut,
  • Sprödes Haar,
  • Schwache oder brüchige Knochen, Gelenkschmerz,
  • Konzentrations- oder Gedächtnisschwäche,
  • Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen,
  • Hormonelle Migräne,
  • Häufige Harnwegsinfekte,
  • Schlafstörungen,
  • Hitzewallungen und Nachtschweiß,
  • Unregelmäßige Monatsblutungen,
  • Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe),
  • Unerfüllter Kinderwunsch bzw. Unfruchtbarkeit
  • Schwache, kurze Periodenblutungen (weniger als zwei Tage),
  • Energiemangel

Kann man den Östrogenspiegel überhaupt natürlich erhöhen?

Ja, das ist möglich. Aber auch nicht in jedem Fall. Es ist entscheidend herauszufinden:

  • WARUM der Östrogenwert zu niedrig ist,
  • WARUM der Körper aktuell nicht in der Lage ist, ausreichend Östrogen (oder auch andere Hormone) herzustellen bzw. warum das Östrogen nicht wirkt wie es soll?

Jede Ursache, von denen ich dir im Folgenden einige vorstelle, kann zu einem Östrogenmangel führen und einen anderen Behandlungsansatz oder -schwerpunkt erfordern.

Mögliche Ursachen, die Östrogenmangel – Symptome auslösen können

Das Alter

Östrogenmangel in den Wechseljahren. Im Zuge der Wechseljahre, auch Perimenopause genannt, verändern sich die Spiegel der Geschlechtshormone. So sinkt der Östrogenspiegel ganz natürlich ab über einen recht langen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Typisch für die späte Perimenopause ist, dass die Östrogene stark schwanken. Mal steigen sie sehr stark an, um dann wieder massiv in den Keller zu sinken. Diese Östrogenschwankungen sind ganz normal, verursachen aber bei manchen Frauen eine Reihe von typischen Beschwerden. Den niedrigsten Wert des Östrogenspiegels erreichen wir nach der Menopause, nachdem wir ein Jahr keine Periode mehr hatten. In der darauf folgenden Postmenopause bleibt das körpereigene Östrogen auf einem gleichbleibend natürlich niedrigen Niveau, an das sich der Körper der Frau dann normalerweise gut anpasst. Das ist ein ganz normaler und natürlicher Prozess. Die Natur hat nicht vorgesehen, dass Frauen in den Wechseljahren unter schlimmen Beschwerden leiden.

Dass viele Frauen heutzutage dennoch unter Wechseljahresbeschwerden leiden hängt vielmehr damit zusammen, dass sie bereits mit Hormondysbalancen, Stoffwechselstörungen, Nährstoffmängeln oder chronisch stillen Entzündungen in die Wechseljahre eintreten und der Körper nicht genug Ressourcen hat, die abfallenden Sexualhormonspiegel natürlich auszugleichen – so wie es eigentlich vorgesehen ist.

Insofern ist es wichtig, den Körper im Wechsel ganzheitlich zu unterstützen über eine hormongesunde Ernährungs- und Lebensweise. Und genau das vermittle ich dir im Hormon Reset Wechseljahresprogramm.

Primäre Ovarialinsuffizienz

Ein Östrogenmangel kann auch bei einem vorzeitigen Versagen der Eierstöcke vor Einsetzen der Menopause auftreten. Die Eierstöcke stellen nicht ausreichend Follikel bereit, die wiederum Östrogen und Progesteron produzieren, um einen gesunden Zyklus zu gewährleisten. Die Diagnose erfolgt durch die Messung des FSH- und Östradiolspiegels durch einen Arzt. Seitens der Schulmedizin wird oft behauptet, dass man da nichts machen kann und eine Hormonersatztherapie die einzige Option wäre.

Natürlich kann es genetische Dispositionen geben. Aber oftmals liegen auch bei einer Ovarialinsuffizienz ganz bestimmte Ursachen zugrunde, warum die Hypophyse nicht genug Hormone bildet, so dass die Eierstöcke angeregt werden, Hormone zu bilden. Hier können chronischer Stress, Traumata, Energie- und Nährstoffmängel oder Umwelttoxine eine Rolle spielen.

Hypothalamische Amenorrhö

Darunter versteht man das Ausbleiben von Eisprung und Periode aufgrund von Stress, Übertraining oder Unterernährung (z. B. Essstörungen). Eine hypothalamische Amenorrhö kommt häufig bei sehr ambitionierten Hobbysportlerinnen und Leistungssportlerinnen vor, die ihren Energie- und Kalorienverbrauch nicht decken oder eben auch bei Frauen mit Essstörungen oder bei starker Kalorienreduktion (z.B. bei Diäten).

Auch sehr hohe körperliche Aktivität vor allem in Kombination mit Diäten kann einen Östrogenmangel verursachen. Der Körper gerät in einen Stresszustand, der die Fruchtbarkeit herabsetzt. Frauen mit einer hypothalamischen Amenorrhö sollten ihre Stress-bzw. Trainingsbelastung deutlich reduzieren und mehr Kalorien und nährstoffdichte Lebensmittel essen, um den Östrogen anzuheben und die Periode wiederherzustellen.

Weitere Gründe für einen niedrigen Östrogenspiegel sind:

  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Operative Entfernung der Eierstöcke oder Hysterektomie
  • Stillen
  • hoher Prolaktinspiegel (auch wenn du nicht stillst)
  • PCOS mit ausbleibenden Zyklen
  • hormonelle Verhütung
  • bestimmte Medikamente
  • vollständige Hysterektomie
  • Diabetes
  • Stress

Wie kann man Östrogenspiegel natürlich anheben?

Du siehst, es gibt viele verschiedene Einflussfaktoren und Ursachen für einen Östrogenmangel.

Daher ist eine ausführliche Anamnese und Hormondiagnostik hilfreich und sinnvoll.

Aber da es leider nur wenige Ärzte gibt, die sich mit ganzheitlich natürlicher Hormonregulation befassen, fehlt es den meisten Frauen hier leider an professioneller Unterstützung.

Mir ist wichtig dir mitzugeben, dass du auch ohne umfangreiche Hormondiagnostik sofort und jederzeit damit starten kannst, deinen Hormonhaushalt zu unterstützen, dein Östrogen natürlich zu erhöhen oder Beschwerden zu lindern.

Auch wenn sich Hormonbeschwerden von Frau zu Frau ganz unterschiedlich ausprägen und die Ursachen für einen Östrogenmangel individuell sein können, so kannst du durch deine tagtäglichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten entscheidend dazu beitragen, dass der Körper wieder mehr Östrogen herstellt bzw. die Symptome eines Östrogenmangels gelindert können.

4 einfache erste Schritte, um einen Östrogenmangel zu beseitigen

1. Iss zu jeder Mahlzeit gesunde Fette

Die Ausgangssubstanzen, aus der alle Sexual- bzw. Steroidhormone, so auch Östrogen, gebildet werden, sind Cholesterin und Pregnenolon.

Deine Pregnenolonspiegel hängen von einer guten Fett- und Cholesterinversorgung ab. Eine ausgewogene Ernährung mit gesunden, antientzündlichen Fetten, einschließlich Fischöl, Avocado und Leinsamen ist essentiell, um ausreichend Pregnenolon und daraus Östrogen zu bilden.

Zudem solltest du Zucker, Alkohol und Koffein deutlich reduzieren oder vermeiden, da sie die Funktion der Nebennieren beeinträchtigen. Da Pregnenolon vorrangig in den Nebennieren hergestellt wird, ist es wichtig, diese gesund zu halten (da spielt auch Punkt 4 eine große Rolle)

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2. Iss Lebensmittel, die den Östrogenspiegel steigern

Es gibt Lebensmittel, die reich an Phytoöstrogenen sind und das Potential haben, Östrogenspiegel anzuheben oder Östrogenmangel-Symptome zu lindern. Erfahre in diesem Beitrag, welche Lebensmittel du ab jetzt täglich in deine Ernährung einbauen solltest, um einen Östrogenmangel auszugleichen.

3. Halte ein gesundes Körpergewicht

Frauen mit sehr niedrigen Körperfettanteil bzw. Körpergewicht oder Frauen, die an einer Essstörung leiden (oder in der Vergangenheit gelitten haben), haben nicht selten auch einen Östrogenmangel. Eine gesunde Gewichts- und Körperfettzunahme bzw. die Steigerung der täglichen Kalorienaufnahme auf mind. 2000 kcal kann dich darin unterstützen, wieder mehr Östrogen zu produzieren.

4. Reduziere deine Stressbelastung

Chronischer Stress (ganz gleich ob mental, emotional oder körperlich) kann niedrige Östrogenspiegel verursachen. Die Ausschüttung von Stresshormonen versetzt den Körper in den Überlebensmodus. Die Ansteuerung der Eierstöcke über die Hypothalamus-Hypophysen-Ovarachse ist gestört und verhindert, dass gesunde östrogenproduzierende Eifollikel heranreifen.

Neben einer Ernährung, die den Hormonhaushalt ausgleicht, ist Stressreduktion eine der wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Anheben der Östrogenspiegel.

z.B hilft dabei:

  • Zeit für Selbstfürsorge
  • Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewegung, am besten in der Natur
  • Meditation und Atemübungen
  • Gesunde Schlafroutinen
  • Vermeiden oder Reduzieren von Kaffee, Alkohol und hohem Zuckerkonsum

Fazit

Viele Ärzte raten ihren Patientinnen, synthetische Östrogene in Form von Pille oder Hormonersatztherapie einzunehmen. Die synthetischen Östrogene der Antibabypille unterdrücken jedoch die Bildung körpereigener Östrogene und anderer wichtiger Hormone wie Progesteron oder Testosteron, die für unser Wohlbefinden und die Balance des Hormonhaushalts extrem wichtig sind und sich gegenseitig brauchen. Damit bleibt es bei einer Symptombehandlung, die nicht die Ursachen behebt und sogar weitere Beschwerden auslösen kann.

Zudem macht man sich abhängig von Medikamenten, die immer auch Nebenwirkungen haben und den Hormonhaushalt weiter schwächen können. Eine Regulierung und Heilung des Hormonhaushalts ist somit nicht gegeben.

Meine Mission ist es, Frauen aufzuklären und zu ermutigen, selbst Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und sich selbst durch eine hormonfreundliche Ernährung und Lebensführung von Hormonbeschwerden zu befreien.

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Die meisten Fragen zu Östrogenmangel

Östrogenmangel ist ein Zustand, bei dem der Körper nicht ausreichend Östrogen produziert. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle im weiblichen Körper und ist für viele Funktionen verantwortlich. In diesem FAQ beantworte ich die  10 am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Östrogenmangel:

1. Welche Symptome sind typisch für Östrogenmangel?

Typische Symptome von Östrogenmangel können Hitzewallungen, Schlafstörungen, Haarausfall, hormonelle Veränderungen, osteoporosebedingte Knochenprobleme und Beschwerden im Menstruationszyklus sein.

2. Wie beeinflusst Östrogenmangel eine Frau?

Östrogenmangel kann den Hormonhaushalt einer Frau aus dem Gleichgewicht bringen und zu verschiedenen körperlichen und emotionalen Beschwerden führen. Es kann den Menstruationszyklus beeinflussen, das Risiko für Osteoporose erhöhen und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen.

3. Wie kann man Östrogenmangel natürlich beheben?

Es gibt verschiedene natürliche Ansätze, die einen Östrogenmangel beheben können. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, die abgestimmt ist auf den weiblichen Hormonhaushalt, regelmäßige Bewegung, Stressmanagement, Heilpflanzen und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel und die Optimierung des Schlafes.

4. Was ist die Rolle von Östrogen in den Wechseljahren?

Östrogen sinkt ganz natürlich mit dem Eintritt der Wechseljahre. Ein Östrogenmangel kann in den Wechseljahren zu den typischen Symptomen der Wechseljahre führen, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

5. Was ist eine Hormonersatztherapie und wie kann sie bei Östrogenmangel helfen?

Bei der Hormonersatztherapie können sowohl bioidente (körperidente) als auch synthetische hormonähnliche Medikamente verschrieben werden, um einen bestehenden Hormonmangel auszugleichen und Beschwerden zu lindern. Vielen jüngeren Frauen wird bei Problemen rund um Zyklus und Periode immer noch pauschal die Pille verschrieben, die z.B. aus dem synthetischem Ethinylestradiol oder dem synthetischen Levenorgestrel besteht. Solche synthetische Hormone, die immer noch vielen Frauen in den Wechseljahren verschrieben werden, können starke Nebenwirkungen aufzeigen, den Hormonhaushalt nachhaltig aus dem Gleichgewicht bringen und das Krebsrisiko erhöhen.  Bioidentische Hormone sind in jedem Fall die bessere Alternative, jedoch beheben sie nicht die Ursache für Störungen im Hormonhaushalt und eine Verbesserung von Symoptomen stellt sich – wenn überhaupt – aus meiner Erfahrung nur kurzfristig, aber nicht langfristig ein.

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