Was Frauen ab 40 anders machen müssen, wenn sie Abnehmen wollen.

Was Frauen ab 40 anders machen müssen, wenn sie abnehmen wollen

Was Frauen ab 40 anders machen müssen, wenn sie Abnehmen wollen

 

Dieser Artikel erscheint im Rahmen einer Blogparade des Online Magazins LEMONDAYS zum großen Thema: ,,BYE, BYE TRAUMFIGUR? WIE GEHT DAS MIT DEM WOHLFÜHLGEWICHT AB 40? ODER 50?“. Und das ist mein Beitrag dazu: ,,Was Frauen ab 40 anders machen müssen, wenn sie Abnehmen wollen“.

 

Kennst du den Spruch: Ab 40 geht’s bergab?

Frauen ab 40 sind wie Glühbirnen

 

Also ich sehe das ganz anders, und ich hoffe du auch! Ich bin kurz vor der 44 und habe das Gefühl, dass es jetzt erst richtig spannend wird. Die Kinder werden unabhängiger, ich habe wieder mehr Zeit für mich. Es ist jetzt wieder Raum da, mehr zu lesen, Pläne zu schmieden, beruflich noch mal richtig durchzustarten oder was Vollkommen Neues zu beginnen –  Endlich den eigenen Podcast zu veröffentlichen :-).

JETZT erst, mit 44, habe ich den Mut dazu. Mut nach draußen zu gehen. Mich zu zeigen. Und ich traue mir so viel mehr zu, als noch in den 30ern. Ich mache mir jetzt nicht mehr so viele Gedanken, was andere über mich denken. 

Das ist übrigens der (in meinen Augen) einzige Vorteil, dass das Östrogen sich langsam verabschiedet 😜. Man will nicht mehr so gefällig sein, es allen Recht machen. Dieses Mütterliche, sich Kümmernde – das wird weniger. JETZT BIN ICH DRAN!

Das ist typisch für die 40er.

Typisch für uns ist es aber auch, dass wir neuerdings eine Brille brauchen, nachts mal Hitzewallungen bekommen, uns mit Muskelverspannungen herumquälen, die Periode Probleme macht, wir erschöpft und weniger stressresistent sind, Alkohol schlechter weg stecken, weniger Lust auf Sex haben und dafür mehr Fältchen und graue Haare. Ich stoppe hier mal die Aufzählung … du weißt was ich meine;-).

Und noch etwas haben viele Frauen ab 40 gemeinsam: sie hadern mit ihrem Gewicht und die Röllchen an Bauch und Hüften treiben sie in und wieder in die Verzweiflung.

Und damit sind wir schon mitten drin im eigentlichen Thema.

 

Warum haben es Frauen ab 40 eigentlich so schwer mit dem Abnehmen?

Die Strategien, mit denen du in den 20ern und 30ern noch wunderbar abnehmen konntest, funktionieren jetzt nicht mehr. Mal ein paar Tage FDH, Kohlsuppendiät  oder Joggen … das tangiert deinen Körper so was von überhaupt nicht. Also mache dir bitte keine Vorwürfe, dass du zu undiszipliniert und willensschwach bist. 

Dein Körper(gewicht) folgt jetzt anderen Gesetzen. Und es wird Zeit, dass du dich mit ihnen vertraut machst 😜.

 

1. Der Stoffwechsel wird langsamer

 

Der Stoffwechsel wird träger. Das heißt du verlierst Muskelmasse (pro Lebensjahrzehnt 2,3 Kilo) und speicherst mehr Körperfett. Auf der Zellebene werden deine Mitochondrien müde. Die kennst du vielleicht noch aus dem Bio-Unterricht. Es sind hunderttausende winzige Kraftwerke in fast allen Körperzellen, die Nahrung und Sauerstoff in Energie umwandeln. Sie entscheiden, wie effektiv du Nährstoffe aufnimmst und wie viel Energie, sprich Fett zu verbrennst.

 

2. Hormonchaos Perimenopause lässt grüßen

 

Hast du schon mal den Begriff „Perimenopause“ gehört? Sie beschreibt einen Zeitraum von 4 bis 10 Jahren, bevor du schließlich in der Menopause bist, also deine letzte Periode ein Jahr lang zurück liegt. Die Perimenopause beginnt durchschnittlich mit 45, die Menopause mit 52. In den letzten Jahren hat sich das Durchschnittsalter immer mehr nach unten verschoben, so dass auch schon Frauen mit Ende 30 Hormonprobleme feststellen oder frühzeitig in die Menopause geraten.

 

Sexualhormone:

Die Perimenopause ist die Zeit, in der das Hormon Östrogen Achterbahn fährt und wie wild schwankt – Hitzewallungen, Wassereinlagerungen, depressive Stimmungen lassen grüßen:-((.

Bei 80% der Frauen zeigt sich gerade in den ersten Jahren der Perimenopause ein relativer Überschuss des Hormons Östrogen. Es ist nicht zuviel davon da, denn der Östrogenwert nimmt durchschnittlich immer mehr ab. Aber es ist zuviel davon da im Verhältnis zum seinem Gegenspieler Progesteron. Denn Progesteron schleicht sich schon sehr viel früher von der Bühne, als das Östrogen. Wir sprechen in diesem Fall von Östrogenüberschuss oder Östrogendominanz. Und diese sorgt dann für u.a. für Gewichtszunahme. Also Vorsicht bei der Einnahme von Östrogenpräparaten. Viele Ärzte sehen nur den geringen Östrogenwert, setzen ihn aber nicht ins Verhältnis zu Progesteron. In dem Fall würde sich die Östrogendominanz noch verstärken.

Irgendwann um die 50, wenn die Eisprünge bzw. Perioden immer seltener werden und schließlich ganz versiegen, kann kein Progesteron und kein Östrogen mehr in den Eierstöcken produziert werden. Der Körper stellt aber weiter etwas Progesteron in den Nebennieren her. Nur für die Östrogenproduktion hätte er sich wirklich einen besseren Ort aussuchen können 🙄. Für die sind nämlich nun die … FETTZELLEN zuständig. Und die beginnen nun, sich wie wild zu teilen und sich zu vergrößern in der „wohlgemeinten“ Absicht, möglichst viel Östrogen herzustellen. Und besonderes viele dieser Östrogen produzierenden Zellen befinden sich im Bauchbereich. Und nun weißt du auch, was es mit dem „Wechseljahresbauch“ auf sich hat: Aus der Birne🍐 wird die Apfelform 🍎 – 😬.

 

Schilddrüsenhormone:

Schwankende Sexualhormone bremsen übrigens auch die Schilddrüse. Wie su sicher weißt, ist die Schilddrüse wichtig für unseren Energiestoffwechsel. Produzierst du zu wenig Schilddrüsenhormone, fährt dein Stoffwechsel auf Sparflamme. Du speicherst Fett und lagerst Wasser ein. Hatten wir das nicht schon?

 

Stresshormone:

Wie du siehst – eine Menge Hormone kommen bei Frauen ab 40 in`s Schwanken. Es gibt da noch ein Hormon, mit dem wir uns wirklich gut stellen sollten: Das Cortisol, unser Stresshormon. 

Die Auswirkungen von Stress werden in unserer Gesellschaft extrem unterschätzt: Karriere, Leistung, Durchhaltevermögen, Wettbewerb sind Tugenden. Pausen, Auszeiten und Mittagsschlaf sind was für Faule. Viele Frauen in den 40ern stellen fest, dass sie nicht mehr so stressresistent sind wie mit 30.

Das liegt einerseits daran, dass unsere Nebennieren nach jahrelangem Dauerbetrieb schon mal schwächeln. Kleine Kinder, Job, Haushalt, Schlafmangel, sich um die kranke Mutter kümmern … . Das überfordert über die Jahre unsere Nebennieren, die für Stressregulation zuständig sind. Zum anderen halten schwankende bzw. sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel das Cortisol nicht mehr so gut in Schach.

Wir sind nicht mehr so stressresistent wie früher. Ist dir auch schon aufgefallen, oder?

Eine chronische Stressbelastung führt zu:

  • Verdauungsproblemen
  • Schlafstörungen
  • Schilddrüsenproblemen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Chronischen Entzündungen (siehe 4.)
  • Heißhunger
  • Alkohol-, Kaffee-, Zuckerbedürfnis
  • Erschöpfung und Antriebslosigkeit.

Beim Wettrennen der Hormone, ist Cortisol am Ende immer der Gewinner. Es ist unser Überlebenshormon. In stressigen Zeiten dominiert es unser gesamtes Hormonsystem. Kein Wunder, dass gestresste Frauen Probleme mit der Fruchtbarkeit oder mit Wechseljahresbeschwerden und Gewichtsproblemen kämpfen. 

Bei Stress fährt unser Körper die Funktion der Eierstöcke, der Schilddrüse und der Verdauungsorgane runter. Energie wird gespart und Fettspeicher werden aufgefüllt. Im Stressmodus läuft gar nichts.

Übrigens, wenn du herausfinden möchtest, ob es deine Hormone sind, die für deine Gewichtszunahme verantwortlich sind, empfehle ich dir meinen kostenlosen Selbsttest, den du dir mit Klick auf den grünen Button einfach herunterladen kannst.

 

 

 

3.  Die Müllabfuhr streikt

 

Darm und Leber sind unsere wichtigsten Entgiftungsorgane. Sie spielen eine entscheidende Rolle – nicht nur für unsere allgemeine Gesundheit, sondern auch beim Abnehmen. Wenn Giftstoffe und überschüssige Hormone nicht sicher ausgeleitet werden können, lagert der Körper sie in den eigenen Mülldeponien ab – unseren Fettzellen. Deshalb müssen wir unsere Darmflora und unsere Leber also unbedingt unterstützen. Auf diese Weise kann der seinen Müll entsorgen und ist bereit, Fettgewebe überhaupt abzubauen.

Übrigens hat man inzwischen herausgefunden, dass Östrogene auch im Darm gebildet werden können – vorausgesetzt, deine Darmflora ist gesund. Wenn deine Östrogenspiegel sinken, ist das sicher der bessere Ort für Östrogenproduktion, als unsere Fettzellen. Also kümmere dich um einen gesunden Darm, wenn dein Bauch schlank bleiben soll.

 

4. Der Blutzucker steigt

 

Mit zunehmendem Alter steigt der Blutzuckerspiegel und unsere Zellen können Insulin nicht mehr so gut aufnehmen. Insulin ist das Hormon der Bauchspeicheldrüse. Es sorgt dafür, Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu transportieren.

Ist zu viel Glukose im Blut, wird immer mehr Insulin produziert. So werden die Zellen leider immer unempfindlicher und so kann sich langsam aber sicher eine Insulinresistenz ausbilden, was die Vorstufe von Diabetes Typ 2 ist.

Insulin ist ein Fettspeicherhormon. Wenn wir Abnehmen wollen, müssen wir uns also um einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel kümmern.

 

5. Das Immunsystem macht Überstunden

 

Entzündungen sind eine normale Reaktion des Körpers. Sie finden im Miniaturformat andauernd statt – nämlich immer dann, wenn das Immunsystem auf Reize und Angriffe von außen reagieren muss. Das können Viren und Bakterien sein. Aber auch jedes Mal wenn wir etwas essen, löst das immunologische Entzündungsreaktionen aus.

So lange der Körper diese kleinen Entzündungsherde jedes Mal löschen kann, ist alles gut. Aber wenn sich die Entzündung ausbreitet und das Immunsystem so viele Baustellen auf einmal nicht mehr bewältigen kann, dann entstehen chronische Entzündungen. Sie sind wie ein Flächenbrand, der sich verselbständigt. Die Folge: Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten, Muskel- und Gelenkschmerzen, Depressionen, Autoimmunkrankheiten, Fruchtbarkeitsprobleme.

 

Was Frauen ab 40 anders machen müssen, wenn sie Abnehmen wollen

Ok meine Liebe. Mir ist bewusst, dass das alles gar nicht gut klingt. Und jetzt weißt du auch, warum ich am Anfang unbedingt sagen wollte, wie TOLL die 40er sind;-)). Das Gute daran ist: Du weißt jetzt, wo der Hase lang läuft.

Du weißt jetzt, dass es nichts mit dir zu tun hat, sondern mit deinen Hormonen. Deshalb zeige ich dir jetzt, was du tun kannst, damit das mit dem Abnehmen klappt. Und vielleicht fällt dir am Ende auf, dass ich hier kein Wort über Kalorienzählen verlieren werde …;-)

 

Die besten Strategien zum Abnehmen für Frauen ab 40

 

1. Der Stoffwechsel wird langsamer? Jetzt wird es Zeit für Krafttraining!

 

Mehr Muskeln bedeuten: weniger Fett, mehr Testosteron, mehr Wachstumshormon, mehr Tatendrang, mehr Durchsetzungsvermögen, strafferes Bindegewebe, mehr Jungendlichkeit. Noch irgendwelche Einwände?

Für Frauen, die bisher keinen Sport getrieben haben:

Ich weiß, wenn du Bewegung und Training nicht gewöhnt bist, kostet es erstmal große Überwindung, damit zu starten. Du wirst aber nicht drum herum kommen, dich täglich zu bewegen. Ich spreche hier erstmal nicht von Training. Nur von BEWEGUNG: Treppen steigen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, mit den Kindern Federball spielen, Spaziergänge in der Mittagspause, Wanderungen am Wochenende. Sei die Frau, die sich täglich viel bewegt.

Ein Schrittzähler ist eine Supersache! Fang mit 5000 Schritten täglich an und steigere dich auf 10.000. Vielleicht holst du deine Freundin oder deinen Partner in`s Boot und ihr macht eine Challenge draus?! Wenn du dich daran gewöhnt hast, dich mehr zu bewegen, mach den nächsten Schritt in Richtung Muskeltraining… .

Für Frauen, die schon trainieren:

Frauen mögen Ausdauersport: Walken, Joggen, Fahrradergometer, Laufband, Stepper. Das kannst du gern auch weiter machen. ABER… du musst KRAFTTRAINING einbauen, um nicht noch mehr wertvolle Muskelmasse zu verlieren. Es müssen keine zeitaufwändigen Übungen sein. Beispielsweise reichen 3x wöchentlich 10-20 Minuten Zirkeltraining mit dem eigenen Gewicht reichen völlig aus: 15 Kniebeuge, 15 Liegestütze am Tisch, 30-60 sek. Unterarmstütz, eine Bauch- und eine Rückenübung – das Ganze 2-3 Runden – fertig. Wenn dir das zu viel ist, fang mit weniger Wiederholungen an und steigere dich langsam. Es gibt auch einige Apps, mit denen du in 7 Minuten effektiv den ganzen Körper trainierst, z.B. diese: 7 Minuten Training

Für Frauen, die bereits Krafttraining machen:

Der Körper passt sich sehr schnell an. Aus diesem Grund Sollteste du dein Training so abwechslungsreich wie möglich gestalten. Probiere immer mal neue Kurse im Fitnessstudio aus. Gehe beispielsweise mal in die Kletterhalle oder Mountainbiken. Hauptsache du holst den Körper aus seiner Komfortzone heraus. Das pusht den Muskelaufbau und die Fettverbrennung.

 

2. Hormonchaos Perimenopause lässt grüßen? Raus aus dem Dauerstress!

 

Wenn Frauen jahrelang einem hohen Stresspegel ausgesetzt sind wissen sie manchmal gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, entspannt zu sein. Eine Freundin erzählte mir gerade, dass sie Durchdrehen würde, wenn sie Atemübungen oder Entspannungsübungen machen müsste. DAS stresst sie. Es ist ein Zeichen, dass ihr Nervensystem unter starkem Stress steht.

Ich möchte dir hier keine lange Liste mit Entspannungsübungen aufführen – das wäre einen extra Beitrag wert. Mir ist an dieser Stelle wichtig, dass du dich mit deinen Stress-Triggern auseinander setzt und achtsamer mit deiner Energie umgehst.

Das ganze Leben besteht immer aus zwei Seiten: hell und dunkel, laut und leise, Yin und Yan, Tag und Nacht, Aktivität und Entspannung. Nur dadurch entsteht Harmonie – auch im Nervensystem. Du kannst nicht immer nur im Hamsterrad sein. Du gehst daran kaputt. Und das nützt niemandem. Nicht deinem Partner, nicht deinen Kindern, und schon gar nicht dir selbst.

Finde etwas, was dich richtig entspannt, wo die Zeit im Fluge vergeht und du nicht an Probleme und To-Do-Listen denkst.

Als ich besagte Freundin fragte, wobei sie sich denn so richtig entspannen würde: ,,Ach ich liebe es, einfach allein 2 Stunden im Café zu sitzen, Latte Macciato zu trinken und andere Menschen zu beobachten. Da schalte ich so richtig ab.“ Voila!

Lies gern mal in diesen Artikel rein, wenn du noch ein paar mehr Hintergründe und Tipps zum Umgang mit Stress haben möchtest.

 

3.  Die Müllabfuhr streikt? Unterstütze Darm und Leber

 

Ein gesundes Hormonsystem basiert auf zwei wichtigen Organen: Darm und Leber. Der Darm nimmt die Nährstoffe auf, zerlegt sie und über das Blut gelangen sie zur Leber. Die prüft, ob Giftstoffe enthalten sind bevor sie dann zu den Körperzellen weiter transportiert werden.

Ein gesunder Darm produziert ca. 20 verschiedene Hormone, die nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Stimmung beeinflussen, z.B. 95% des gesamten Serotonins. Du brauchst eine gute Darmflora, damit sämtliche Vitamine, Mineralien und tausend andere Stoffe in die Blutbahn und somit in deine Zellen gelangen. Ohne ausreichend Nährstoffe kommt es zu einer schleichenden Unterernährung, die Folgen für alle Hormon- und Stoffwechselprozesse hat. Woran erkennst du, dass es dem Darm nicht so gut geht? Zum Beispiel sind Verstopfung, schmieriger Stuhl, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, Blähungen, Antibiotika- und Schmerzmitteleinnahme typische Symptome.

 

Um den Darm zu unterstützen, kannst du folgendes tun:

  • Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von fermentierten Lebensmitteln wie Apfelessig, Sauerkraut, Kefir, Joghurt, Tempeh.
  • Täglich Ballaststoffe aus Pflanzen und Gemüse, Lein- und Chia- oder Flohsamenschalen. Wenn du täglich 1-2 Esslöffel geschrotete Leinsamen in dein Müsli tust, unterstützt das das Östrogengleichgewicht. Gerade wenn du unter Verstopfung leidest, ist es ganz wichtig, die Verdauung wieder in Gang zu bringen. Denn wenn überschüssiges Östrogen nicht ausreichend ausgeleitet werden kann, fördert es Östrogendominanz. Damit steigt das Brustkrebsrisiko. Bitte mindestens 2 Liter Wasser täglich trinken, sonst klappt das mit der Entgiftung nicht.
  • Verzichte möglichst auf industriell hergestellte Lebensmittel, Haushaltszucker und Weizen.

In dem Buch „Schlank mit Darm“ * von Michaela Axt Gadermann lernst du, was du noch alles tun kannst für einen gesunden Darm.

 

Die Leber muss schwer ackern, um die ganzen Umweltgifte aus Plastikverpackungen, Kosmetik, Reinigungsmitteln, aber auch Medikamentenrückstände wieder los zu werden. Das muss einwandfrei funktionieren. Denn diese Giftstoffe stören gewaltig unser Hormonsystem. Eine besondere Rolle spielt die Leber ist für die Schilddrüsenfunktion.

Denn die inaktiven Schilddrüsenhormone werden in der Leber zu aktiven Hormonen umgewandelt. Ist die Leber überlastet, klappt das nicht. Wenn wir Frauen ab 40 dann noch unter Dauerstress stehen, ist die Schilddrüsenunterfunktion nicht mehr weit.

 

So unterstützt du deine Leber:

  • Vermeide es mit Giftstoffen in Kontakt zu kommen und benutze Kosmetik-, Pflege- und Haushaltsartikel ohne schädliche Duftstoffe, Parabene oder hormonaktive Substanzen. Mit der kostenlosen App CodeCheck kannst du Strichcodes scannen und schädliche Stoffe anzeigen lassen.
  • Trinke morgens ein Glas warmes Wasser mit Zitronensaft
  • Iss reichlich grünes Gemüse, dunkle Salate und Kräutern
  • … und Kreuzblütler wie Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Kohlrabi oder Radieschen.
  • … sowie Bitterstoffe wie Radiccio, Löwenzahn, Rucola, Grapefruit, Artischocke, Kurkuma
  • Ernähre dich eiweißreich, tierische Produkte möglichst nur in Bioqualität und nicht täglich
  • Vermeide Alkohol, Fertigprodukte, raffinierten Zucker und Süßungsmittel!

 

4. Der Blutzucker steigt? Iss genug Fett, Eiweiß und Ballaststoffe

 

Wenn der Blutzucker stabil ist, sind auch deine Hormonspiegel stabiler. Besonders heftig steigt die Blutzuckerkurve bei Zucker, Obst und Kohlenhydraten wie Getreide, Pasta oder Brot an. Einem starken Anstieg folgt ein starker Abfall. An dessen Tiefpunkt fühlen wir uns dann unterzuckert oder haben Hunger, obwohl wir erst vor kurzem gegessen haben. Der Körper muss dann viel Insulin ausschütten, um den Blutzucker stabil zu halten. Hohe Insulinausschüttungen verhindern das Abnehmen.

 

So hältst du deinen Blutzucker stabil:

  • Reduziere verarbeitete kohlenhydratreiche Speisen wie: Nudeln oder Brot.
  • Nimm nur eine kleine Menge Sättigungsbeilagen wie Nudeln oder Reis und kombiniere mit guten Fetten, z.B. Avocado oder Olivenöl, Eiweiß, z.B. Fisch und Ballaststoffen, z.B. Gemüse.
  • Fett, Eiweiß oder Ballaststoffe halten den Blutzucker stabil. Eine sättigende Mahlzeit, die den Blutzucker stabil hält wäre z.B. Quinoa oder Vollkornreis mit Wildlachs und Spinat. Oder zum Frühstück: Vollfett-Joghurt mit Haferflocken, Nüssen und Beeren.
  • Iss regelmäßig und iss dich zu den Hauptmahlzeiten satt. Viele Frauen essen viel zu wenig aus Angst, noch mehr zuzunehmen. Dadurch haben sie ständig Hunger und/oder snacken permanent. Versuche, mind. 3-4 Stunden zwischen den Mahlzeiten gar nichts zu essen, aber viel zu trinken. Brauchst du dennoch zwischendurch Snacks (das passiert wenn man chronisch erschöpft ist oder der Blutzucker instabil), iss Snacks, die du mit Fett und Eiweiß kombinierst: Mandeln und Apfel, Joghurt mit Haferflocken, Brot mit Avocado, Datteln mit Mandelmus oder dunkle Schokolade.
  • Reduziere deinen Kaffeekonsum und trinke ihn nur zu Mahlzeiten, nicht separat.

 

5. Das Immunsystem macht Überstunden? Beruhige deine Entzündungsherde.

 

Im Prinzip bekommst du Entzündungen wunderbar in den Griff, wenn du die vier oben stehenden Punkte befolgst: Stress reduzieren und genug Schlafen, Leber und Darm unterstützen, Industrienahrung weglassen, viel Gemüse essen und wenig Zucker.

Darüber hinaus möchte ich dir gern noch ein paar wichtige Nahrungsergänzungsmittel vorstellen, die jede Frau ab 40 nehmen sollte. Stress, Entzündungen, Hormonpräparate und Medikamente entziehen uns essenzielle Vitalstoffe. Wir brauchen sie aber dringend. Sie reduzieren Entzündungen, unterstützen die Hormonproduktion und wirken positiv auf den Blutzuckerspiegel. Ich verlinke hier Produkte*, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Den Einnahmeempfehlungen des Herstellers folgen:

*Affiliate Links: Mit dem Kauf eines Produkts über einen der Links unterstützt Du meine Arbeit, in dem ich eine kleine Provision vom Händler erhalte

 

Meine Liebe, der Artikel ist länger geworden, als geplant. In jeden Bereich könnte ich noch so viel tiefer einsteigen. Ich hoffe dennoch, ich konnte dir einen Einblick in die Welt der Hormone und des Stoffwechsels von uns wunderbaren Frauen ab 40 geben. Wenn du mehr über Hormone, Frauengesundheit und Wohlfühlgewicht wissen möchtest, abonniere meinen Podcast🎙! Er ist diese Woche ganz neu an den Start gegangen.

Welche Erfahrungen machst du denn gerade in deinen 40ern oder 50ern? Was sind DEINE Herausforderungen, wenn es um die Wohlfühlfigur geht? Oder hast du damit gar keine Probleme? Schreib gern deine Gedanken dazu in die Kommentare!

Auf glückliche Hormone, Deine Rabea

PS: Und hier nochmal der Link zu meinem kostenlosen Fragebogen, der dir hilft heraus zu finden, ob und welche Hormone bei dir im Ungleichgewicht sind:

Kennst du schon mein Hormon Reset Programm? Es startet wieder im Januar. Es hilft Frauen, innerhalb 7 Wochen ihr Hormonsystem wieder auf  „Neustart“ zu programmieren.  Wenn du erfahren möchtest, wann genau das Programm startet und wie es ganz genau funktioniert, dann setze dich jetzt unverbindlich auf die Warteliste.

 

Schau doch mal bei der Blogparade von LEMONDAYS vorbei. Da wird es noch den ganzen Oktober jeden Tag neue spannende, lustige und nachdenkliche Artikel zum Thema Traumfigur ab 40 oder 50 geben, z.B. diese hier:

Sunita Ehlers erzählt zum Beispiel die Geschichte ihres Gewichts-Auf-und-Ab seit ihrer Jugend: Buy buy Traumfigur

Oder noch mal ein anderer Blickwinkel auf`s Thema: Ordnungsexpertin Ursula Kittner geht mit uns in ihren Kleiderschrank und gibt Tipps für den Umgang mit den Lieblingsklamotten von früher: Von kleinen Tierchen, Emotionen und Gelassenheit

Was Frauen ab 40 anders machen müssen, wenn sie Abnehmen wollen

16 Kommentare
  • Petra
    Veröffentlicht um 23:53h, 02 Oktober Antworten

    Liebe Rabea! Vielen lieben Dank für Deinen wunderbaren Beitrag! Den Spruch “Frauen ab 40 sind wie Glühbirnen. Die klaren 40er sind besser als die matten 25er.” merke ich mir 🙂 Vielen Dank Rabea! Vlg Petra

    • Rabea
      Veröffentlicht um 09:15h, 03 Oktober Antworten

      Sehr gerne Petra! Den Spruch habe ich auch erst vor kurzem gehört und fand ihn witzig 🙂

  • Ursula Brühwiler
    Veröffentlicht um 10:20h, 03 Oktober Antworten

    Herzlichen Dank für den sehr informativen Beitrag. Wundervoll!

    • Rabea
      Veröffentlicht um 11:32h, 03 Oktober Antworten

      Dankeschön liebe Ursula, ich freue mich wenn ich ein bisschen weiter helfen kann

  • Doris Kaiser
    Veröffentlicht um 13:42h, 03 Oktober Antworten

    Liebe Rabea,

    danke für den interessanten Einblick in unser Hormonsystem und die hilfreichen Tipps!

    • Rabea
      Veröffentlicht um 14:04h, 03 Oktober Antworten

      Schön, dass dir der Beitrag gefällt liebe Doris!

  • Tina Klever
    Veröffentlicht um 21:15h, 03 Oktober Antworten

    Liebe Rabea.
    Danke für diesen tollen Beitrag. Das macht Mut weiter an sich zu arbeiten und etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden zu tun

    • Rabea
      Veröffentlicht um 22:28h, 03 Oktober Antworten

      1000 Dank liebe Tina! Das motiviert auch mich total 🙂

  • Nina Heidötting
    Veröffentlicht um 23:02h, 03 Oktober Antworten

    Danke liebe Rabea für diesen mega verständlich und nett geschriebenen, super informativen Beitrag, ich werde mir auf meiner nächsten Autofahrt deinen Podcast anhören und deine wundervolle Stimme genießen:) vielen Dank Nina

    • Rabea
      Veröffentlicht um 10:04h, 04 Oktober Antworten

      Nina das freut mich riesig!

  • Bettina Hertzler
    Veröffentlicht um 07:26h, 04 Oktober Antworten

    Wow! Vielen Dank für dieses geballte Wissen, liebe Rabea!
    Unglaublich, was alles beim Erreichen unseres Wohlfühlgewichts beteiligt ist und wo wir überall ansetzen können und sollten, um es zu erreichen oder überhaupt verantwortlich mit unserem Körper umzugehen.
    Danke für diese umfassende Aufklärung!

    • Rabea
      Veröffentlicht um 10:02h, 04 Oktober Antworten

      Oh ja, es ist durchaus komplex. Dennoch ist die Lösung eigentlich ganz leicht: gesund essen, angemessen bewegen und entspannt bleiben. Danke für das liebe Feedback Bettina:-))

  • Ebru
    Veröffentlicht um 21:48h, 06 Oktober Antworten

    Liebe Rabea,
    ich habe dieses Jahr alles gegeben um abzunehmen – als Working-Mum mit dem ganzen Stress und den Druck von aussen habe ich mich so auf meinen Körper und Gewicht konzentriert, dass ich keinen Spaß mehr am Leben hatte. Dank dir kenne ich nun die Gründe für die Stagnation und freue mich auf Lösungen.

    Ganz lieben Gruß Ebru

    • Rabea
      Veröffentlicht um 06:42h, 07 Oktober Antworten

      Liebe Ebru, ja wir haben schon viel um die Ohren und müssen auf uns aufpassen. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Weg findest. Danke für deine Nachricht! Liebe Grüße, Rabea

  • Monika
    Veröffentlicht um 11:13h, 13 Oktober Antworten

    Liebe Rabea, vielen Dank für deinen tollen Beitrag! die App für’s Training ist schon runtergeladen und neben mir liegt ein Zettel mit den Ernährungstipps zu Darm und Leber. Nun ist es an mir, es umzusetzen 🙂

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